NÜCHTERN BETRACHTET

Nussschälchenbefüllungsdefizitkritik

Kultur | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

Der Grund, warum ich Bars gegenüber skeptisch bin, liegt nicht primär darin, dass sich bei uns Typen wie Helmut A. Gansterer für Bars zuständig erklären (obwohl "Barflies" schon ein sehr gutes Argument gegen Bars sind), sondern dass die Literpreise der angebotenen Getränke exorbitant hoch und durch die deplorable Performance des angeblich zuständigen Personals schon gar nicht zu rechtfertigen sind. Nun halte ich die Dienstleistungsbenörgelungskolumne für ein tendenziell fragwürdiges Genre und den schieren Umstand einer laschen kellneristischen Leistung noch für keinen hinreichenden Grund zur instantan verschriftlichten Bemängelung der entsprechenden Versäumnisse. Alle Nachsicht für die geplagte Kellnerin im Chez Louis Altnaglberg oder den Großraminger Fugo-Azubi. Aber im Falle von Wiener Bars sinkt meine Toleranzschwelle doch um einiges. Wenn man wo seine Garderobe gegen Geld abgeben muss, um Bananenpüree mit Alkohol und Schirmchen für zweistellige Eurosummen konsumieren


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