Schandfleck mit Aussicht

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 08/04 vom 18.02.2004

KAHLENBERG Nach jahrelangen Diskussionen um das desolate Hotel Kahlenberg gibt es wieder neue Pläne für das Areal - mit guten Chancen auf tatsächliche Realisierung. 

Die Gangstern wollen das haben, deshalb alles kaputt machen!", hat sich jemand orthografisch etwas unkorrekt auf einer Tür verewigt. Das Hotel Kahlenberg könnte aber sowieso kaum noch kaputter sein: Die Wände rissig, die Fliesen auf den Außenmauern alt und gammlig, die Fensterscheiben eingeschlagen oder zugenagelt. Seit das Hotel 1991 aufgelassen wurde, verfällt es. Den Touristen, die bei Schönwetter busweise auf den Berg am Rande des Wienerwaldes gekarrt werden, bietet sich von der Terrasse nebenan zwar immer noch ein traumhafter Ausblick über die Stadt, ansonsten aber ein reichlich trostloser Anblick. Geht es nach den Plänen von Leopold Wieninger, soll sich das jetzt endlich ändern. Der neue Besitzer, der das Areal im vergangenen Jahr gekauft hat, will statt dem desolaten Hotel ein "Boarding House" - ein Appartmenthotel


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