Bananenrepublik?

Vorwort | HEINZ MAYER | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

KOMMENTAR Fall Grasser: Wenn eine Interessenvertretung Politik unterstützen will, dann soll sie Parteien, nicht aber Minister fördern.

Mit Staunen reagierte Finanzminister Karl-Heinz Grasser, als er mit Vorwürfen betreffend die Finanzierung seiner Homepage konfrontiert wurde. Was soll denn schon schlecht daran sein, dass er Steuergeld spart und seine persönliche Homepage von einem Verein finanzieren lässt? Was ist schlecht daran, dass dieser Verein die dazu nötigen Mittel von der Industriellenvereinigung bekommen hat? Das fragende Staunen des Finanzministers wird von vielen Menschen geteilt. Endlich ein sparsamer Minister, der wirtschaftlich denkt und handelt und dann diese Aufregung! Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung beklagt sich bitter über das Niveau, auf dem in Österreich über Lobbying diskutiert wird.

Man sollte jetzt dennoch nicht zur Tagesordnung übergehen, man sollte diese Angelegenheit zum Anlass nehmen, ein wenig über Staat und Gesellschaft nachzudenken.


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