Klebrige Hände

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

KORRUPTION Immer öfter ermitteln Staatsanwälte in den Kabinetten der Regierung, um dubiose Deals der Politik mit Beratern, Lobbyisten und Freunderln zu durchleuchten. Nun wird der erste blaue Kabinettschef wegen Untreue angeklagt, gegen einen anderen wird ermittelt. Wie korrupt ist Österreichs Politik? 

Müllers Büro. Am Kleiderständer seine Robe. Daneben Stöße von Akten. Auf einem Biedermeiersofa döst ein kleiner Hund. Darüber gerahmte Bilder. Der Grundriss und ein unscharfes Foto eines Schiffes. Das Schiff gibt es nicht mehr. Es liegt gesprengt am Meeresgrund. Die Bilder sollen hier wohl daran erinnern, wohin es führen kann, wenn die Spitzen eines Staates ungehindert verfilzen und dann korrumpieren können.

  Wir befinden uns im Zimmer von Staatsanwalt Erich Müller. Er zeigt mit dem ausgestreckten Arm auf die Lucona und sagt: "Da war eine richtige politische Mafia am Werk. Es war gut, dass wir sie erwischt haben, sonst hätten wir heute italienische Verhältnisse!" Dann schimpft


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