PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

Im Oktober reimte Wolf Martin noch fidel: "Fürs Selbstbewusstsein eine Spritze / ist unser Arnold an der Spitze, / dem an Erfolg wohl keiner gleich. / Ja, so was kommt aus Österreich! / Wie wahr sind unserer Hymne Töne, / dass wir die Heimat großer Söhne." Doch jetzt werden auf einmal zu viele Söhne zu groß. Dem Krone-Korrespondenten in den USA, Hans Janitschek, muss es das Herz zerrissen haben, als er für die Sonntagsausgabe schrieb: "Schwarzenegger greift auf Seite von Bush in den Wahlkampf ein." Da hilft der Republikaner Schwarzenegger doch glatt zum Republikaner Bush. Und stellt sich damit gegen seinen Landsmann John Kerry. Ist doch auch der demokratische Präsidentschaftskandidat "made in Austria", wie Janitschek Mitte Februar stolz vermeldete, "aus altösterreichischem Holz geschnitzt". Kerrys Großvater Fritz Kohn war in Mödling aufgewachsen, bevor er nach Amerika emigrierte. Für dieses verzwickte Problem gibt es eigentlich nur eine Lösung: dass auch nicht in den USA Geborene ins Weiße Haus einziehen dürfen, wie es Schwarzenegger am Wochenende in einem NBC-Interview vorschlug. Dann würde früher oder später in jedem Fall "einer von uns" US-Präsident.


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