Neue Filme mit Georg Friedrich

Die Nackten und die Toten

Kultur | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

Ich habe meine Mutter umgebracht, meine allerliebste Mutter!" Der Anfang ist zugleich das Ende: Ozren, der 16-jährige Muttermörder, sitzt am Gangklo und gesteht aus dem Off seine Tat: Er, der Hurensohn, hat seine Mutter getötet. Der lange Weg ins Abseits ist vollendet. Was zu erzählen bleibt, ist die Bewegung selbst.

  "Hurensohn", der erste Langfilm von Michael Sturminger (einer der Regisseure des Episodenfilms "Zur Lage", aber auch Inszenierungen für die Oper und das Theater), ist eine Moritat aus dem Rotlicht- und Migrantenmilieu einer nicht näher bezeichneten österreichischen Gegenwart: Wiener Schauplätze, aber kein Wien-Film, eine Gastarbeiterfamilie, die in Zügen mit den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien assoziiert wird (Dialoge in Serbokroatisch, die Erwähnung Slawoniens, der Katholizismus der Tante etc.) und ein inzestuöses Begehren, dass sich über eine ikonische Verklärung der ewig schönen Mutter (Chulpan Khamatova) mitteilt.

  Darin hat "Hurensohn" einige starke,


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