Der Himmel über der Wüste

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

FILM Ein traumhafter Film über das Leben zwischen Sand und Sonne: Raymond Depardons "Un homme sans l'Occident". 

Gerade in einer Welt, in der es zu viele Bilder gäbe, müsse man das Bild erst recht verteidigen. Sagt Raymond Depardon und begibt sich - fast zeitgleich mit Gus van Sant ("Gerry"), Vincent Gallo ("The Brown Bunny") oder Bruno Dumont ("Twentynine Palms") - in die Wüste, um über die Essenz des Kinos nachzudenken. Dort hat der französische Journalist, Fotograf und Regisseur einen Film gedreht, der sich von den Arbeiten der Kollegen stilistisch klar abhebt. Sein mit zwei Stummfilmkameras in Schwarz-Weiß gedrehter und erst nachträglich vertonter "Vom Westen unberührt" ("Un homme sans l'Occident", 2002) ist die traumhaft schwebende Umsetzung eines Kolonialromans, den ein französischer Offizier 1922 aus der Perspektive eines jungen, "vom Westen unberührten" Stammesangehörigen schrieb.

  Diesen Wüstenbewohner (gespielt von Ali Hamit, einem Jäger aus dem Tschad) begleitet


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