Karriere mit Barriere

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

KUNST Der Wiener Künstler Marko Lulic war mit seinen Recherchen über moderne Architektur in Jugoslawien erfolgreich. In seiner neuen Ausstellung beschäftigt er sich mit dem Bauhaus. 

Es war ausgerechnet eine Barriere, die Marko Lulic den Zugang zu einer internationalen Kunstkarriere eröffnete: Vor drei Jahren hatte der heute 32-jährige Wiener zwei wuchtige Blöcke in der Form eines großen V an die Wand gelehnt, sodass sich die Galeriebesucher notgedrungen ducken mussten, um an den Kuben vorbeizukommen. Das an eine minimalistische Skulptur erinnernde Objekt hieß "Verbessertes Partisanendenkmal (Kragujevac)" und war - wie auch die anderen, kleineren Skulpturen Lulics in dieser Ausstellung - der Nachbau eines Denkmals in Ex-Jugoslawien.

  Mit diesen Monumenten wollte der junge, multiethnische Staat nach dem Zweiten Weltkrieg eine historisch verbürgte Gemeinsamkeit demonstrieren - den Aufstand gegen die deutsche Besatzung. Lulic hatte sein Thema gefunden: Architektur und Design der


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