Körper, Codes und Kreative

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

KUNST Parallel zu den gegenwärtigen Wiener Aktionismus-Retros befassen sich zwei aufwendige Gruppenausstellungen in der Secession und der Generali Foundation mit zeitgenössischen Fragen an den Körper. 

Fünf vor elf in der Secession. John Bock kniet am Boden, vor sich etliche Dosen Niveacreme. Auf dem Styropor seiner Installation "Weißschweißproduktion" klebt zwar schon eine ganze Menge des weißen Fetts, aber der Künstler schmiert immer noch daran herum. Die Ausstellung heißt "Body Display. Körper & Ökonomie", und die Produktion steht auch wenige Minuten vor dem Pressetermin noch nicht still.

  Nach einer Idee der Kuratorinnen Eva Maria Stadler und Angelika Nollert wurde in der Secession eine zweite Decke eingezogen, die zusammen mit schwarz bemalten Wänden eine Blackbox im Cinemascope-Format ergibt. Die Besucher bekommen am Eingang Infrarot-Kopfhörer und empfangen den Sound zu den Filmen, die im verdunkelten Raum flimmern, nur, wenn sie direkt vor den Screens stehen. Diese


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