AUFGEBLÄTTERT

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

Fortschritt dank Verweigerung" ist für den Velvet-Underground-Mitbegründer John Cale im Vorwort zu Mike Evans' Buch "New York City Rock" der Schlüssel zum Geheimnis der seit Jahrzehnten legendären und lebendigen Musikszene der Stadt. Deren Originalität und Selbsthass, so Cale weiter, würden schon dafür sorgen, "dass das so charakteristische Feuer noch lange brennen wird". Gut 200 Seiten später kommt der Independent-Musiker Ed Hamell zu dem Schluss: "Die ständige Bewegung macht ihre Schönheit aus. Es ist eine wunderbare, inspirierende, widerstandsfähige Stadt, die sich immer wieder aufbäumen wird." Diesem vielfach beschriebenen und gepriesenen Reiz versucht nun Evans analytisch beizukommen, indem er rund fünf Dekaden New Yorker Rockgeschichte und die unterschiedlichsten mit ihr verbundenen Subkulturen möglichst akribisch nachzeichnet. Das Ergebnis ist zwiespältig: Einerseits verliert Evans die eigentliche Geschichte streckenweise unter einem Wust an Fakten (Bandnamen, Plattentitel


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