Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 09/04 vom 25.02.2004

Sex: Porno (2)

Pornos sind so genannte Genrefilme. Das heißt: Wie beim Western, beim Film noir oder bei der Screwball-Comedy gibt es Regeln, die zu beachten sind. Der Unterschied ist, dass dieses Regelwerk im Porno-Genre ungefähr so flexibel gehandhabt wird wie die Etikette an Königshäusern. Nur keine Experimente! Die Dramaturgie des Pornofilms ist spannend wie ein Hauptwaschprogramm: oral, vaginal, anal - und was am Ende rauskommt, weiß man auch schon im Vorhinein. Dogmatischer als jeder Cineast pocht der gemeine Pornokonsument auf Einhaltung der Genre-Regeln. Aber manchmal habe ich den Verdacht, es geht gar nicht um Kunst. W. K.

Fussball: Tiger Frank

Das Problem mit Frank Stronach ist, dass er nicht nur viel Geld, sondern auch jede Menge Ideen hat. In einem gespenstischen ORF-Interview hat er jetzt sein jüngstes Hirngespinst namens "Tiger-Team" erklärt: Stronach will den Vereinen begabte junge Spieler abkaufen, zu einer Art Nachwuchsnationalmannschaft zusammenfassen und außer Konkurrenz gegen die Bundesligavereine antreten lassen. Wie aus Spielern, die sich nie gegen ältere Konkurrenten und im Wettkampf durchsetzen müssen, die Nationalspieler von morgen werden sollen, weiß zwar keiner. Aber auch da wird Stronach bestimmt noch etwas einfallen. W. K.


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