"Sie wollen mich bissiger sehen?"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 10/04 vom 03.03.2004

FALL GRASSER Warum wurden die Ermittlungen gegen den Finanzminister eingestellt? Wird der Vorwurf der "Weißwaschung" geprüft? Werner Pleischl, Chef der Oberstaatsanwaltschaft, antwortet. 

Es kommt selten vor, dass Staatsanwälte für Interviews bereitstehen. Vor allem in sensiblen politischen Causen geben sich die Ermittler gerne verschwiegen. Ihre Entscheidungen müssen sie nicht öffentlich begründen. Werner Pleischl, der neue Chef der Oberstaatsanwaltschaft Wien, will anders vorgehen. Seine gepolsterte Türe, sagt er, stehe offen. Im Falter-Gespräch nimmt Pleischl, der sich für die Einstellungen der Ermittlungen in der Causa Grasser aussprach, nun erstmals zu den Vorwürfen namhafter Rechtsexperten Stellung. Die sehen in der Causa Grasser bereits einen "offenen Rechtsbruch" (Finanzrechtler Werner Doralt), eine "üble Sache" (Verfassungsrechtler Heinz Mayer) oder gar die Unsitten einer "Bananenrepublik" (Staatsrechtler Bernd-Christian Funk). Was sagt der leitende Oberstaatsanwalt


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