Kommentar

Vor Eröffnung erfolgreich: Diagonale 2004

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 10/04 vom 03.03.2004

Zum siebenten Male findet heuer (3. bis 7. März) in Graz eine Diagonale statt. Wider alle Chancen, darf man hinzufügen, denn eine Zeit lang sah es schon fast danach aus, als würde Franz Morak sich mit seinem Ansinnen, stattdessen ein Festival nach eigenem Plaisir zu installieren, tatsächlich durchsetzen. Jede noch so beherzte Gegenveranstaltung der Filmbranche hätte diesen "Erfolg" des Kunststaatssekretärs eventuell trüben, auf Dauer aber keineswegs schmälern können.

Nun ist's doch anders gekommen. Es gibt sie wieder: die Diagonale. Nicht als repräsentativ aufgemascherlten Südosteuropa-Film-Fernseh-Basar mit angeschlossener Österreichleiste und Filmball (worauf die Morak-Variante hinausgelaufen wäre), sondern als offene Plattform des heimischen Filmschaffens. Gezeigt werden rund 170 Produktionen, 66 davon in Österreichpremiere. Sämtliche wichtigen Institutionen, die hierzulande über Praxis, Theorie, Geschichte des österreichischen Kinos arbeiten, sind vertreten; ebenso alle

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