Bonnie und Wanda

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 10/04 vom 03.03.2004

FILM Mit einer breit angelegten Schau über das "New Hollywood" der Jahre 1966 bis 1978 würdigt das Filmmuseum ein Kino, das Genres befragt, Gegenkulturen beliefert, das Scheitern feiert und die Körper entblößt. 

Zwei Monate für zwölf Jahre: Das Programm des Filmmuseums im März und April läuft unter dem Titel: "New Hollywood 1966-1978". Aber was heißt das? Was heißt "New Hollywood", zumal für uns heute, ein Vierteljahrhundert danach? Und wenn das neue Hollywood schon so lange her ist, was für ein Hollywood ist dann jenes, das heute Kinos füllt?

  Zunächst meint die Rede vom neuen Hollywood die Abgrenzung vom Good Old Hollywood, von dem Waterloo & Robinson 1974 sangen, es sei "crying", mehr noch: "dying", ja sogar schon "dead" - "good old Hollywood is dead!" Der Tod des alten, von stabilen Genres, Gestaltungsnormen und Heldenbildern geprägten amerikanischen Industriekinos ermöglichte die wackelige Vitalität und Heterogenität eines Kinos, dem wiederum das heutige Leitformat


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