Philanthrop und Partysau

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 10/04 vom 03.03.2004

MUSIK Ein DJ wie ein Freund: Der Hamburger Tanzboden-Beweger Stefan Kozalla alias Koze beseelt den Donaukanal. 

Dem DJ geht es momentan nicht sehr gut. Nicht genug, dass ihn Gitarren schwingende Recken wieder tief in den Untergrund zurückgetrieben haben. Auch lassen sich in der Szene zwischen Revivals früher Techno/House-Spielarten und Sven Väths alljährlichen Ayurveda-Kuren in Indien langsam Vergreisungstendenzen orten, die die Süddeutsche Zeitung kürzlich in einem Rundumschlag gegen die plattenverlegende Zunft drastisch weiterdachte: "Dass die Massen dereinst zum sechzigsten Geburtstagsrave von Westbam strömen werden, wie sie dies heute zu einem Konzert der Rolling Stones tun, ist eigentlich unvorstellbar."

  Wenn man sich freilich die Mühe macht, etwas genauer hinzusehen, dann lassen sich im internationalen Partyzirkus fernab der reihum schließenden Großraves immer wieder erfrischende Plattenreiter von hoher Originalität ausmachen. Einer davon hört auf den Namen Koze. Dieser


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