Die Leiden des jungen K.

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 10/04 vom 03.03.2004

LITERATUR "Kafka am Strand", die neue Schwarte des japanischen Kultautors Haruki Murakami, handelt von der abenteuerlichen Selbstfindung eines ziemlich starken 15-Jährigen - und festigt den guten Ruf seines Autors. 

Mit 17 fängt das Leben erst an, hieß es einmal im deutschen Schlager. Dass das große Lieben und Leiden mit 16 längst schon losgegangen ist, führte uns zuletzt Benjamin Lebert in "Crazy" vor Augen. Was jedoch Kafka Tamura, der sehr reife und gar nicht pubertäre Titelheld von Haruki Murakamis neuem Buch, in einigen wenigen Tagen nach seinem 15. Geburtstag an dramatischen Ereignissen durchleben muss, das bleibt den meisten von uns glücklicherweise ein Leben lang erspart. Die Ankündigung zu Beginn - nämlich der "stärkste fünfzehnjährige Junge auf der Welt" sein zu müssen -, die sollte sich als nur zu wahr herausstellen.

  "Kafka am Strand" ist das mittlerweile elfte ins Deutsche übersetzte Buch Murakamis - und der vorläufige Endpunkt einer eigentümlichen Erfolgsgeschichte,


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