Fiedlers letzter Streich

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 11/04 vom 10.03.2004

PRÄSIDENTSCHAFT Er galt als unbestechlicher Kontrollor der Republik. Dann entdeckte Rechnungshofpräsident Franz Fiedler die Politik - und stolperte über sich selbst. 

Als die Bombe platzte, war der Präsident längst untergetaucht. "Ich weiß gar nicht, wo er ist", bedauerte ein Sprecher im Rechnungshof. Franz Fiedler hatte sich aus dem Staub gemacht, nachdem er das geliefert hatte, was Medien gerne einen "Knalleffekt" nennen. "Ich bin bereit!", übertitelte News vergangene Woche Fiedlers Hofburg-Ambitionen, und die anderen Zeitungen spekulierten: Steckt wieder einmal Magna-Boss Frank Stronach dahinter? Oder gar Jörg Haider? Mit den beiden saß Fiedler doch Anfang Februar zusammen! Und wer soll seine Kampagne bezahlen? Hat wieder einmal die Industriellenvereinigung ein Kuvert gereicht?

  Fiedler selbst schwieg zu diesen Fragen. Die Auswirkungen seines News-Interviews, so versichern selbst seine engsten Mitarbeiter, hatte er völlig falsch eingeschätzt. "Dieses Interview war viel


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