Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 11/04 vom 10.03.2004

Sex: Porno (4)

Auf der nach unten offenen Kunstskala rangiert der Pornofilm mit gutem Grund in ziemlich tiefen Regionen. Ficken ist nun wirklich keine Kunst, und darüber hinaus hat der Porno ja nur wenig zu bieten. Vermutlich ist es aber gerade die Kunstferne des Genres, die Pornografie für immer mehr Künstlerinnen und Künstler interessant macht; gerade im so genannten "Kunstkino" ist eine regelrechte Pornowelle ausgebrochen. In "Le Pornographe" zum Beispiel geht es um einen alternden Pornoregisseur (Jean-Pierre Léaud), der sich als Künstler versteht - und an diesem Missverständnis zerbricht. Ein sehr schöner Film, trauriger als jeder Porno. W. K.

Fussball: Spannend

Die t-Mobile-Bundesliga sieht spannender aus, als sie ist. Dass der GAK die Tabellenspitze übernommen hat, kann man nicht wirklich ernst nehmen: Walter Schachner ist zwar der beste Trainer, den die Austria in den letzten anderthalb Jahren gefeuert hat, aber eine Mannschaft, in der Toni Ehmann Kapitän ist, wird nie und nimmer Meister - nur Superfund Pasching (Pepi Schicklgruber im Tor, Christian Mayrleb im Sturm!) hat noch weniger im Titelkampf verloren. Bleiben also Austria und Rapid, und obwohl der FC Magna wieder einmal deutlich kriselt, wirkt Rapid irgendwie chancenlos. Meister wird also wieder die Austria. Wie spannend! W. K.


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