Epochenwenden


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Kaum hat man eine Epoche besichtigt, dreht sie sich schon um. Über große und kleine Zeitenwenden. 

Wieder einmal eine kleine Epochenwende im Zeichen des K: König, Kärnten, El Kaida. Mit dem Tod Kardinal Königs ist endgültig jene Ära zu Ende gegangen, in der die Versöhnung der Bürgerkriegsparteien oben auf der Tagesordnung stand. Kardinal Schönborn hat richtig beobachtet, dass König, den sie deswegen den "roten Kardinal" nannten, die Sozialisten, wie sie damals hießen, erstmals in der gesamten österreichischen Gesellschaft zuließ. Heute fällt nur noch auf, dass die Protagonisten der Österreichischen Volkspartei ostentativ "Sozialisten" sagen, wenn sie Sozialdemokraten meinen. Diese haben sich zwar vor etwa 17 Jahren umbenannt, aber man weiß, was gemeint ist: Sie sind unsere Gegner, wir sind unversöhnt, solange wir nicht die totale Macht im Staat haben. Und wenn wir die haben, sind wir erst recht unversöhnt. Es sind übrigens Katholiken, die so

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