Eingekocht & durchfaschiert

Medien | ENGELBERT WASHIETL | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

QUALITÄTSJOURNALISMUS Professionelle Standards sind den Medienmachern zwar nicht unbekannt, oft aber fallen sie hinter ihre Ansprüche zurück. Weder Rahmenbedingungen noch Marktgesetze fördern in Österreich journalistische Qualität. 

Wie Diogenes mit der Laterne, so zog das Medienbranchenmagazin Extradienst vor kurzem über den Marktplatz der Medien und fragte: Wie viel Qualität ist im Angebot? Das bei der Spurensuche entstandene Ranking sehr bekannter Zeitungs- und Magazintitel ist zwar nicht wörtlich und auch nicht ganz ernst zu nehmen, dennoch steckt in der Notengebung eine gewisse Plausibilität. Medienmacher können sich heute, nicht zuletzt dank der Bemühung der Kommunikationswissenschaftler, nicht mehr hinter der Wagenburg der Ignoranz verschanzen und behaupten: Qualität lässt sich nicht wiegen, also vergessen wir sie.

  In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich hat sich ein Netzwerk für Qualitätsjournalismus herausgebildet. Kein lautes und auch keines, das


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige