STUDIE & SYMPOSIUM

Ende der Krise in Sicht?

Medien | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

Die gute Nachricht steht am Ende des Vorwortes: "Ein Ende der Krise scheint in Sicht." Der Salzburger Publizistikprofessor Hans Heinz Fabris hat zum siebenten Mal einen Bericht über die Qualität der österreichischen Medien herausgegeben. Diesmal wurden die Jahre 2002 und 2003 untersucht. Fabris' Fazit: "Die Bilanz ist insgesamt wenig erfreulich - auch wenn es angesichts der äußeren Umstände viel schlimmer hätte kommen können." Die Grenze zwischen Journalismus und PR würde immer mehr verschwimmen, und Personalentlassungen senkten die journalistischen Standards. Ohne Presserat, also "ohne eine funktionierende Selbstkontrolle, gerät der gesamte Berufsstand noch weiter in Verruf."

  Ebenfalls mit der Qualität von Zeitungen wird sich ein Symposium beschäftigen, das am 29. und 30. März im Wiener Rathaus stattfindet. Beim "European Newspaper Congress" präsentieren Europas beste Zeitungsmacher ihre neuen Konzepte und Ideen. Unter anderen werden der Chefredakteur des Mailänder Corriere della Sera, der Production Editor des Londoner Independent sowie der Chefredakteur der Dubliner Sunday Tribune referieren. Und Presse-Chefredakteur Andreas Unterberger diskutiert mit Kollegen aus ganz Europa die Frage: "Wie viel Glaubwürdigkeit brauchen Medien?"

Infos zum Symposium unter nkuepper@newsdesign.de. Der Salzburger Journalismusbericht ist im Internet unter www.kowi.sbg.ac.at/journalistik/ vojournalistik/Journalismusbericht/ Journalismusbericht.htm abrufbar.


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