JESUSFILM

Sandalen, Skandale, Bananas

Kultur | DREHLI ROBNIK | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

Es gibt nur einen Gott, aber viele Jesusse im Film. Zu deren Klassikern zählt Strahlauge Jeffrey Hunter in Nicholas Rays Monumentalfilm "King of Kings" (1961); vier Jahre nach seiner Himmelfahrt war Hunter William Shatners glückloser Vorgänger als Captain der Enterprise in einer nie gesendeten Pilotfolge von "Star Trek". "King of Kings" ergänzte die Jesus-Bio um zusätzliche Plots, etwa über die antirömische jüdische Guerilla. Judas ist hier ein zweifelnder Partisan, der Jesus ausliefert, um ihn zum Kampf zu provozieren - ein unendlich differenzierteres Bild als Gibsons hasserfülltes Verräterstereotyp. In Scorseses "Last Temptation of Christ" (1988) erscheint Jesus (Willem Dafoe) als Verräter an der Revolution. Als er mit Judas (Harvey Keitel) vereinbart, dieser solle ihn ausliefern, meint er, sein Kreuzestod sei der leichtere Teil der Mission. Als der Teufel ihn in Versuchung und vom Kreuz herab ins glückliche Familienleben führt, bewirkt Judas' Mahnung, dass Jesus sich zurück


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