Vor Sonnenaufgang

MICHAEL LOEBENSTEIN | Kultur | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

FILM Romuald Karmakars dritter Spielfilm, "Die Nacht singt ihre Lieder", ist eine artifizielle Studie vom Ende einer Paarbeziehung. 

So können wir nicht weiterleben. Ich schaff das nicht. Ich halte das nicht länger aus", sagt die junge Frau. Ihre kategorische Feststellung eröffnet den Film: Aus blendendem Weiß zieht die Kamera zurück in ein Zimmer, und die Silhouette eines Körpers wird hinter einem Vorhang sichtbar. Die Frau tritt ein, schließt die Balkontür, und eröffnet, der Kamera zugewandt, das Schauspiel.

  "Die Nacht singt ihre Lieder", der dritte Spielfilm des deutschen Autors und Regisseurs Romuald Karmakar (nach "Der Totmacher" und "Manila"), ist, was man landläufig ein Kammerspiel nennt. Bis auf ganz wenige, ganz beachtliche Ausnahmen spielt er in den geschlossenen Räumen einer Dreizimmerwohnung; sein Zentrum bilden zwei namenlose Menschen, die junge Frau (Anne Ratte-Polle) und der junge Mann (Frank Giering, in Österreich vor allem als Burgtheater-Gast und Haneke-Schauspieler

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