Komische Vögel

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

KABARETT Lukas Resetarits geht in die Verlängerung. Das neue Programm "Nachspielzeit" ist politischer als zuletzt - und erstaunlich faunalastig. 

Der Titel des neuen Resetarits-Programms ist etwas irreführend. Es handelt sich bei "Nachspielzeit" nicht um eine Fortsetzung des Vorgängerprogramms "Zeit" (2002), und der Fußballbezug des Abends beschränkt sich auf einen Satz: "In wichtigen Spielen gibt es kein Unentschieden", hält der als (Hobby-) Kicker nicht mehr aktive Kabarettist eingangs fest.

  Das neue, insgesamt 21. Resetarits-Solo ist also eine "Cöp-Partie", wie der Wiener sagt, eine Art Entscheidungsspiel. Nur dass der Sieger des Abends von Anfang an feststeht: Lukas Resetarits, wer sonst? Der Mann kann eigentlich längst nichts mehr falsch machen - solange er nicht singt, aber das macht er eh nur noch ziemlich selten. Vom altvatrischen Nummernkabarett hat sich Resetarits bereits vor fünf Jahren verabschiedet, auch in "Nachspielzeit" assoziiert er mehr oder weniger frei vor


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