Brecht-Bohlen-Tradition

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

KABARETT Der späte deutsche Spaß-Shootingstar Andreas Rebers gastiert mit "nebenan und nebenbei" im Kabarett Niedermair. 

Wie wollen die denn erst schauen, wenn sie arbeitslos sind?", ätzt der Mann im schlecht sitzenden Brioni-Anzug über schlecht gelaunte Pendler im morgendlichen Berufsverkehr. Die Pointe sitzt und ist typisch für den Kabarettisten Andreas Rebers, der von sich sagt, sein Humor sei "so fein, der überträgt sich dann gar nicht mehr". Denn Rebers kann auch anders: Fast poetisch hört es sich an, wenn er seine abstrusen Lieder vorträgt. Wenig später marschiert er dann wieder, mit dem Akkordeon bewaffnet, in Karl-Moik-Manier über die Bühne.

  Rebers, 1958 geboren, aufgewachsen in Niedersachsen, studierter Lehrer, ausgebildeter Akkordeonist, war ab 1989 musikalischer Leiter am Staatstheater Braunschweig. Er schrieb Chansons, Bühnenmusiken und Kabarettprogramme, tourte quer durch die Bundesrepublik. Zwischen 1997 und 1999 war er Mitglied der renommierten Münchner


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