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Kultur | KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 12/04 vom 17.03.2004

LITERATUR In ihrem jetzt erst übersetzten Roman "Also bin ich froh" erweist sich A.L. Kennedy einmal mehr als Meisterin abgründiger Liebesgeschichten. 

Die Schottin A.L. Kennedy ist eine grausame Autorin. Dabei fangen ihre Bücher meist ganz harmlos an. "Ich bin ganz auf der sicheren Seite", sagt die Radiosprecherin Jennifer M. Wilson, die sich in ihrer von Außengeräuschen abgeschirmten Berufs- und Lebenswelt gegen Unvorhergesehenes gut gewappnet hat. Zwar verrichtet sie ab und zu diese "seltsamen Turnübungen" namens Sex, in denen sie keinen Sinn erkennt, aber als "Ablenkungsexpertin" hat sie eines Tages erfreut entdeckt, wie leicht man selbst durch Intimverkehr Nähe vermeiden kann. Jennifer will nur eines: ihre Ruhe. Aber mit der ist es abrupt zu Ende, als ein neuer Zwischenmieter namens Martin in ihrer kleinen Wohngemeinschaft auftaucht.

  Dieser Martin, der Jennifers Leben von innen nach außen kehrt, unschöne Erinnerungen und ebensolche Eigenschaften der Ich-Erzählerin an

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