"man sieht: es geht doch"

Extra | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

ARBEITSWELT Mit ihrem Roman "wir schlafen nicht" liefert Kathrin Röggla eine unsentimentale Bestandsaufnahme neuer Arbeitsverhältnisse, in denen menschliche Grundbedürfnisse großzügig restrukturiert werden. 

"schlafen kann ich, wenn ich tot bin"

Die Lassie Singers

Kathrin Röggla, 1971 in Salzburg geboren und für ihr schriftstellerisches Werk vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem kolik, dem Sacher-Masoch- und dem Italo-Svevo-Preis), gehört zu jenem Typus junger Autoren, die es sich weder in der Neogemütlichkeit alten Erzählens bequem gemacht haben, noch ihr Heil in der Fortschreibung überständiger Avantgarden suchen. Die Wahlberlinerin setzt sich in ihren Büchern - unter anderem "Abrauschen" (1997), "Irres Wetter" (2000) und "really ground zero" (2002) - der Geschwindigkeit und Heterogenität von Moden und Diskursen aus und arbeitet diese als Zitatfetzen ein, ohne in einer Apologie schierer Gegenwärtigkeit alles Bestehende auch schon zum "Pop" zu verklären. Mit ihrer Literatur


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