Abkrageln in Ottakring

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

KRIMIS Wien als Mordstadt hat wieder Saison: Melancholische Kommissare zieht es in Mariahilfer Absturzlokale, Psychoanalytiker residieren in der Innenstadt, und Ortsunkundige werden mit Anreiseplänen zum Café Europa ausgestattet. 

Als Tatort besitzt Wien samt seinen Klischees eine gewisse Attraktivität, deren sich die aktuelle deutschsprachige Krimiliteratur wieder zu besinnen scheint. Gleich fünf aktuelle Romane spielen in Wien und zeichnen ein höchst unterschiedliches Bild der Stadt.

  Sabina Naber schickt in ihrem Krimi "Der Kreis" ihre Kommissarin bereits zum zweiten Mal auf Tour. Der Wienerwald brennt, eine dilettantisch angezündete Leiche hat einen Waldbrand ausgelöst. Die Spur führt nach Mauerbach, in den seltsamen Kreis einer erzkonservativen katholischen Elitegruppe und schließlich (wie könnte es anders sein beim Thema Katholizismus?) über Prostituierte in Brünn in die Wiener SM-Szene, wobei Maria nicht bloß beobachtende Ermittlerin bleibt, sondern zufällig auch


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