Ein stiller Partisan

KARL-MARKUS GAUSS | Extra | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

REISELITERATUR Der Brite Patrick Leigh Fermor gilt als Patriarch aller schreibenden Nomaden und lebt doch seit über einem halben Jahrhundert in einem Städtchen auf dem rauen Peloponnes, dem er seine wichtigsten Bücher gewidmet hat. Ein Porträt. 

Ein junger Mann aus gutem Hause machte sich im europäischen Krisenjahr 1932 auf den Weg, um den Kontinent vom Nordwesten bis in den Südosten zu Fuß zu durchqueren. Er war 17, hatte die Eliteschule in Canterbury wegen einer unstandesgemäßen Liebschaft verlassen müssen und nahm Reißaus aus England, in das er nie mehr für länger zurückkehren sollte und wo er doch bis heute als Legende verehrt wird. Seinen großen Fußmarsch begann er in Rotterdam, und er brauchte vier Jahre, bis er in Konstantinopel eintraf. Erst Jahrzehnte später hat er in zwei gelehrsamen wie eleganten Bänden über diese Wanderschaft berichtet. "A Time of Gifts" und "Between the Woods and the Water" wurden in den Siebzigerjahren zur Bibel jener jungen Reisebuchautoren,

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