Drogen essen Seele auf

SEBASTIAN FASTHUBER | Extra | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

WÜSTE JUGEND "Trainspotting" in Polen und Dänemark: Dorota Maslowska tischt in "Schneeweiß und Russenrot" harten Stoff auf, über Jakob Ejersbos "Nordkraft" schwebt eine süßliche Rauchwolke. 

Dass die Literaturgeschichte ohne bewusstseinsverändernde Substanzen anders verlaufen und ganz sicher um einige Höhepunkte ärmer wäre, ist kein Geheimnis. Während es eine alte Tradition ist, unter Drogen zu dichten, wurde es im Zuge der Technobewegung in den Neunzigerjahren wieder chic, über Drogen zu schreiben. Für Irvine Welsh ("Trainspotting") oder Rainald Goetz ("Rave") herrschte dabei im Gegensatz zu den Beatniks kein Zwang mehr, selbst under influence zu stehen, um davon erzählen zu können. Aus der Sofa-Perspektive mehr oder weniger Entwöhnter ging es den Autoren in ihren Texten vielmehr um Momentaufnahmen einer Generation zwischen 15 und 45, die sich nicht unmaßgeblich über ihren Drogenkonsum definiert.

  Wie es Dorota Maslowska und Jakob Ejersbo da halten, ist mangels einschlägiger

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