Es führt kein Weg zurück

Extra | LEOPOLD FEDERMAIR | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

UTOPIEN Mario Vargas Llosa folgt in seinem jüngsten Roman der Internationalistin Flora Tristan und ihrem Enkel Paul Gauguin, um das 19. Jahrhundert endgültig zu verabschieden. 

Das 19. Jahrhundert war nicht nur das Jahrhundert des Romans und des Nationalismus in seinen verschiedenen Spielarten: es war auch das der Utopien." Mit diesem Satz beginnt Mario Vargas Llosa sein Vorwort zu Flora Tristans Reisebericht "Fahrten einer Paria", und er nennt auch gleich einen Schuldigen, denn der Utopismus ist für ihn nicht nur Kennzeichen, sondern auch das Grundübel einer Epoche, die nicht ein, sondern zwei Jahrhunderte währte. Von 1789 bis 1989 - schuld ist die Französische Revolution. Flora Tristan, 1803 geboren und 1844 gestorben, uneheliches Kind einer Französin und eines Peruaners, war - oder wurde - Internationalistin, nicht zuletzt durch ihre Reisen nach England und Peru und durch die schrankenlose Neugier, die sie auszeichnete. Auch der Internationalismus ist ein Kind des 19. Jahrhunderts,


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