Falsche Bilanzen

Extra | BIRGIT DALHEIMER und STEFAN LÖFFLER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

KAPITALISMUS Zwei Wirtschaftsprofessoren, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und "New York Times"-Kolumnist Paul Krugman, zeigen auf, wie die USA ökonomisch auf die schiefe Bahn geraten sind. 

Als Joseph Stiglitz kürzlich an der Wiener Universität einen Vortrag hielt, war der Hörsaal bis zum letzten Stehplatz gefüllt. Das war weniger auf seinen Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften oder seine frühere Position als Chefökonom der Weltbank zurückzuführen, als auf seine populäre und zugleich informierte Kritik an der Deregulierung der Märkte. Sein Buch "Schatten der Globalisierung" war vor zwei Jahren ein Bestseller gewesen. Nun warb Stiglitz für seine jüngst erschienene Analyse der in den Neunzigerjahren rasch emporgekommenen und noch rascher gescheiterten New Economy.

  Dass gerade erst gegründete Firmen, die kaum Einnahmen hatten und von Gewinnen, wenn überhaupt, noch Jahre entfernt waren, in Rekordzeit zu potenten Aktiengesellschaften heranwachsen konnten, lag laut Stiglitz


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