Der talentierte Mr. Midgley

Extra | STEFAN LÖFFLER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

ÖKOLOGIE Im 20. Jahrhundert ist die Menschheit einem Zerrbild grenzenlosen Wachstums nachgerannt. John McNeill zeigt die Folgen dieses Wahns auf. 

Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung des Klimaschutzes verwundert es, wie wenig bekannt jener Mann ist, der wohl am meisten dazu beigetragen hat, dass sich das Klima in den letzten Jahrzehnten schneller als je zuvor in der Erdgeschichte verändert hat. Sein Name ist Thomas Midgley. Der 1889 geborene Amerikaner war ein begnadeter Chemiker und Ingenieur. Zwei seiner mehr als hundert Patente sollten langfristig nachwirken.

  1921 war noch nicht entschieden, welche Antriebsform sich für die Automobile der folgenden Generationen durchsetzen sollte. Dann entdeckte Midgley, dass sich das damals übliche Stottern durch den Zusatz von Blei von Verbrennungsmotoren unterdrücken ließ. Obwohl schon damals Bedenken laut wurden, dauerte es bis in die Achtzigerjahre, bevor Westeuropa dem verbleiten Erdölprodukt abschwor.

   Midgley


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