Verlust der Menschlichkeit?

Extra | ROBERT CZEPEL | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

BIO-ETHIK Geklonte Embryonen, Affen mit Quallengenen, Schweine als organisches Ersatzteillager. Doch wo bleibt angesichts der Errungenschaften der Biotechnologie die Menschenwürde? Zwei Bücher bemühen sich um Antworten. 

Jean-Claude Guillebaud macht sich Sorgen. Um die Menschheit im Allgemeinen und deren Würde im Besonderen. Die These des Le Monde-Autors und Essayisten: Das Prinzip der Menschlichkeit droht an drei Fronten vor unseren Augen zu zerbröseln. Erstens erstickt die wirtschaftliche Globalisierung jeden politischen Willen, der sich an den Bedürfnissen des Individuums orientiert. Zweitens bringt die moderne Biotechnologie das natürliche Gefüge des Lebens durcheinander. Und Informatik sowie Künstliche-Intelligenz-Forschung versuchen, drittens, in die letzte Bastion des Humanen einzudringen: Selbst dem menschlichen Geist droht die Geiselhaft der seelenlosen Bits und Bytes.

  So weit die Grundposition, die Guillebaud in seinem Buch "Das Prinzip Mensch. Ende einer abendländischen


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