Tierische Liebe

PETRA PAUMKIRCHNER | Extra | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

KULTURGESCHICHTE Bernhard Kathan beschäftigt sich in "Zum Fressen gern" mit den Veränderungen in den Mensch-Tier-Beziehungen. 

Vor der Lektüre dieses Buches entfernt man besser alle Fleischvorräte aus dem Kühlschrank. Denn während oder nach dem Lesen kann einem der Appetit auf totes Tier vergehen. Bernhard Kathan untersucht in seinem neuen Buch nämlich die Schlachtungsverfahren von einst und heute oder die Rituale des Tieropfers. Darüber hinaus beschäftigt er sich aber auch mit den Seelen- und Schmerzvorstellungen unterschiedlicher Kulturen oder der Koch- und Zubereitungskunst. Und: Er weiß, das alles schlüssig miteinander zu verbinden.

  Der Künstler und Sozialwissenschaftler aus Innsbruck hat ein weiteres Mal seine zentralen Themen - das Leiden und den Tod - aufgegriffen und zu einem spannenden Buch verarbeitet. Analysierte er vor fünf Jahren in "Das Elend der ärztlichen Kunst" die Beziehungen zwischen Arzt und Patienten, so sind es diesmal jene zwischen Tier und Mensch:

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