Der siebente Sohn

NICOLE SCHEYERER | Extra | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

BLACK HISTORY Nach hundert Jahren auf Deutsch erhältlich: die grandiose Studie "Die Seelen der Schwarzen" des afroamerikanischen Soziologen W.E.B. Du Bois.

Nicht zu Unrecht bescheinigt sich der 2001 gegründete Verlag orange-press einen gewissen "Hang zur Retroavantgarde": Tatsächlich gehört die Neuauflage bahnbrechender Texte zu den offensichtlichen Zielen des rührigen Kleinverlags aus Freiburg im Breisgau. Zwei Bücher des US-Musikkritikers Nelson B. George über HipHop und R&B und die überarbeitete Neuauflage von Amiri Barakas Klassiker "Blues People" bildeten einen ersten Schwerpunkt zu afroamerikanischer Kultur, der nun durch einen Klassiker weiter vertieft wird: Mit dem vor 101 Jahren veröffentlichten Buch "Die Seelen der Schwarzen" von W.E.B. Du Bois wurde ein Werk, das seinerzeit schon Max Weber lobte, endlich ins Deutsche übersetzt.

  "Nach den Ägyptern und Indern, den Griechen und Römern, den Teutonen und Mongolen ist der Neger eine Art siebenter Sohn, geboren mit einem

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