Die volle Dosis, und mehr

Extra | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

MUSIKGESCHICHTE Endlich auch auf Deutsch erhältlich: "Please Kill Me", die ebenso aufwühlende wie unterhaltsame Oral History des US-Punk, die jeder idealisierenden Rock-'n'-Roll-Heldendichtung vorzuziehen ist. 

Der 1997 verstorbene Kultautor William Burroughs ("The Naked Lunch") reagierte irritiert, als er in den Siebzigern von dem neuen Ding im New Yorker Underground Wind bekam: "Ich dachte immer, ein Punk wäre jemand, der sich in den Arsch ficken lässt." Ganz falsch lag der Beatpoet mit seiner Einschätzung freilich nicht, ist man nach gut 500 Seiten "Please Kill Me. Die unzensierte Geschichte des Punk" geneigt zu resümieren. Denn neben viel Gewalt und noch mehr Drogen gehörte reichlich - und gerne auch gleichgeschlechtlicher - Sex nicht zu den unwesentlichsten Motoren der Punkbewegung.

  Legs McNeil, vor knapp dreißig Jahren einer der Macher des New Yorker Punk-Magazins, und seine jüngere Autorenkollegin Gillian McCain haben die erste Hälfte der Neunzigerjahre damit verbracht,


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