Riecht nach Nirvana

Extra | GERHARD STÖGER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

POPMYTHOLOGIE Knapp vor seinem zehnten Todestag zeichnet ein edel aufgemachter Comic das Leben des Rockheiligen und Grunge-Verkörperers Kurt Cobain nach. 

Der vorzeitige letale Abgang ist einer zynischen Popregel zufolge nicht die schlechteste Voraussetzung für lange anhaltenden Ruhm in einer Welt, die an und für sich durch ihre Schnelllebigkeit definiert ist. Axl Rose hätte als Sänger der Säuferrockband Guns N' Roses vermutlich einen Fixplatz in der Rockheroengalerie, wenn er in den späten Achtzigern aus einem seiner diversen komatösen Drogenexzesse nicht mehr erwacht wäre. Letztlich hat er die Kurve aber doch immer wieder gekratzt - und ist heute kaum mehr als eine langsam vor sich hin alternde Lachnummer.

  Gegenteiliges gilt für Sid Vicious, den für alle Zeiten gefährlich und sexy wirkenden Posterboy des britischen Punk. Als sich am 2. Februar dieses Jahres sein Todestag zum 25. Mal jährte, war der Teilzeitbassist der Sex Pistols medial wieder einmal omnipräsent: Er


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