Die Fiasco-Koalition

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Dank der Kärntner SPÖ ist Jörg Haider obenauf. Alfred Gusenbauer hat symbolpolitisch versagt. 

Kürzlich beim Symposium der SPÖ zum 75. Geburtstag von Fred Sinowatz. Podiumsdiskussion zum Thema Kulturpolitik. So sehr sich die Moderatorin bemühte, es kam kein Leben in die Bude, die Sache zog sich in die Länge. Dann betrat Alfred Gusenbauer das Podium. In wenigen Minuten fasste er das zuvor in Stunden Gesagte zusammen, pointierte es klug und witzig, kritisierte, was zu kritisieren war, und brachte seine eigene politische Botschaft in milieuverträglicher Form vor. Leute im Publikum, die ihn so noch nicht gehört hatten, staunten. Das war ja tatsächlich ein Parteivorsitzender und nicht jene Karikatur, die ihnen gern in den Medien präsentiert wird.

  Manchmal hat man ein Pech. Denn die Diskussion fand am 9. März statt, nach der Kärntner Wahl, aber vor der Kärntner Koalitionsfarce. Mittlerweile ist Gusenbauer zerrupft wie eh und je. Wäre nicht Kardinal


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