PRESSESCHAU

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

Finanzminister Karl-Heinz Grassers Spenden- und Homepageaffäre reißt nicht ab. Längst sind es nicht mehr ausschließlich österreichische Blätter, die sich mit der Frage beschäftigen, ob ein Finanzminister Spendengelder annehmen, sie nicht versteuern und stattdessen eine sündhaft teure PR-Homepage davon bezahlen darf. Auch ein paar Berge weiter wird der Minister ins Kreuzfeuer genommen: "Was haben Sie sich dabei gedacht, als Sie Ihre Webseite mit Babyfotos von sich selbst bestückten?", schimpft die Zürcher Weltwoche in ihrer aktuellen Ausgabe mit Österreichs Finanzminister. "Ich habe mir überhaupt nichts dabei gedacht. Aber ich habe auch nicht vor, mich von meinen Babyfotos zu distanzieren", verteidigt sich Karl-Heinz Grasser. Denn: "Wir alle waren einmal ein Baby, Sie genauso wie ich." Nur: "Bei mir hat man das kritisiert", ärgert sich Grasser. Zumindest eines hat der Finanzminister aus der heiklen Causa gelernt: "Für mich hatte die Kritik durchaus heilsame Züge", verriet er der Weltwoche. "Man wird sich der eigenen Eitelkeit etwas stärker bewusst - und kann sie dann vielleicht auch besser bekämpfen." Na dann war die Aufregung nicht ganz umsonst.


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