Eiertanz ums Spatzi

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

TANZ Nackt sein ohne Nackerte: In der Volksoper zeigt der neue Ballettchef Giorgio Madia "Nudo". 

Am Ende steht der Titel "Nudo" auf dem Bühnenvorhang. Das hört sich ein wenig nach Cirque du Soleil an und ist auch genauso gefällig und beliebig. Inklusive Flickflack und Countertenor auf Stelzen.

  Das Volksopernballett präsentierte den ersten Tanzabend seines neuen Chefs Giorgio Madia. Der meinte im Vorfeld, er wolle zu Beginn seines Wiener Engagements den "reinen Tanz" zeigen, Choreografien, die für Interpretationen nicht geeignet seien. Klingt gut. Und dass Madia, 1965 in Mailand geboren und als Solist einst bei vielen prominenten Companien rund um den Erdball aktiv, tänzerisch und künstlerisch einiges draufhaben muss, davon konnte man ausgehen. Selbst wenn der Mann immer wieder Operetten balletttechnisch aufgepeppt hat - das gehört nun mal zu seiner Jobdescription. Was hat der Ballettchef bei Merce Cunningham, Maurice Béjart oder William Forsythe gelernt? Zumindest den Ansatz,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige