Kunst als Arbeit

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

FILM Klaus Wildenhahn zählt zu den bedeutendsten Dokumentarfilmern Deutschlands. Im Österreichischen Filmmuseum spricht er nun über eigene und fremde Arbeiten. 

Wir machen keine Mätzchen, sagt Jimmy Smith, keine "Gimmicks" wie die Beatles, "wir spielen die Wahrheit". Das ist harte Arbeit. "Smith, James O. - Organist, USA", gedreht im Herbst und Winter 1965, zeigt, wie sie entsteht. Er begleitet das Trio des Jazzorganisten auf seiner Tournee durch Europa, von Frankfurt nach Helsinki über Stockholm und München bis nach Großbritannien, durch Industriestädte wie Leeds, Bristol, Manchester und schließlich London als Endstation.

  Man sieht Flughäfen, die Musiker, einen deutschen Tourmanager. Warten auf die Zollabfertigung, warten auf den Anschlussflug, das Warten auf den nächsten Auftritt; beschwingter Smalltalk in der Garderobe; das Dizzy Gillespie Quintet bestreitet das Vorprogramm, während Smith und seine Leute zuhören. "Oft wird ein Musiker nur verstanden von einem anderen

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