APROPOS KLAUS WILDENHAHN

Drehen, wenn andere nicht drehen

Kultur | EGON HUMER | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

Der Nachwelt eine Botschaft" (1980) - Arbeitsbeobachtung: Ein Kind wird von der Mutter gefüttert, das Kind spielt, der Großvater bearbeitet ein Stück Metall mit dem Schweißbrenner, die Großmutter rührt den Kuchenteig ein und gibt geschlagenes Eiweiß hinzu. Arbeit in Großaufnahme, oft im Detail. Spurensuche im Film.

  "In der Fremde" (1967) ist ein Film, in dem wenig passiert. Nichts weiter als die filmische Beschreibung, wie ein Arbeiter weit weg von zu Hause ein Futtersilo errichtet. Es scheint mir, dies hat Wildenhahn den Blick eröffnet für das, was eigentlich normal ist - und dann doch wieder nicht.

  42 eigene Dokumentarfilme. Drehverhältnis in der Regel 1:15.

  Ich kenne kaum Filme von Klaus Wildenhahn, und doch sind mir Name und Filmarbeit ein Begriff. - Er hat sich "Emigration, N.Y." angesehen in Berlin. Ich habe ihn begrüßt, er hat mir höflich gedankt. Im Aussehen erinnert er mich etwas an Amos Vogel, vielleicht auch in Haltung und Radikalität.

  Dokumentarische


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