55 Tage in Rom

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

FILM Noch ein Film über den europäischen Terrorismus der Siebziger: "Buongiorno, notte" von Marco Bellocchio überzeugt vor allem als klaustrophobes Psychodrama. 

Am frühen Morgen des 16. März 1978 entführten Mitglieder der Roten Brigaden in Rom den Präsidenten des Nationalrats der Democrazia Cristiana. In weniger als zwei Minuten, weiß die Statistik, wurden in der Via Fani über 200 Schüsse abgefeuert; fünf Menschen kamen im Kugelhagel um. 55 Tage danach fand man im Kofferraum eines auf halber Strecke zwischen den Parteizentralen der Christdemokraten und der Kommunisten geparkten roten Renaults die Leiche von Aldo Moro.

  "Buongiorno, notte" von Marco Bellocchio ist eine Spekulation darüber, was sich zwischen diesen beiden Eckdaten ereignet haben mag. Inspiriert wurde der Film von "Le Prisonnier: 55 jours avec Aldo Moro", der Autobiografie von Anna L. Braghetti - einer ehemaligen "Brigadistin", die dem Regisseur und Drehbuchautor als Vorbild für die Hauptfigur seines dunklen,


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