Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

Sex: Porno (6)

Männliche Pornodarsteller sehen zwar aus, als könnten sie Sex nicht fehlerfrei buchstabieren, aber sie ficken wie die Hengste. Damit muss man als Mann fertig werden. Was sagt die Literatur? Bei Philip Roth findet sich die Theorie, man sei auf den Mann im Pornofilm deshalb nicht eifersüchtig, "weil er ein Ersatz für einen selbst ist". Der Held aus Nicholson Bakers Roman "Vox" wiederum kann "diese lüsternen Dummficker" nur um die Ecke gedacht akzeptieren: "Frauen stellen sich beim Kommen oft Männer vor, also haben Männer auch eine Existenzberechtigung." So einfühlsam sind wir: Sogar beim Pornoschauen denken wir uns in Frauen rein! W. K.

Fussball: Autorität

Hat der Trainer seine Autorität verloren, ist er bald kein Trainer mehr. Es fängt damit an, dass Leute über ihn reden, die eigentlich loyal sein sollten. Bei Salzburg haben einige Spieler eine "Krisensitzung" angekündigt - am nächsten Tag war Trainer Hörmann entlassen. Bei der Austria macht sich Sportdirektor Kronsteiner nach der Niederlage gegen Kärnten "ernsthafte Gedanken" - was wohl bedeutet, dass Joachim Löw mit der neuen Einbauküche noch zuwarten sollte. Trainer können sich aber auch selbst um Kopf und Kragen reden. Aktuelles Beispiel dafür ist Sportklub-Coach Bernd Dallos: "Die Spieler ignorieren einfach meine Anweisungen!" W. K.


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