StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 13/04 vom 24.03.2004

Geschnackelt, wie Birgit Schwarz sagt, hat es, als die deutsche Kunsthistorikerin einen Vortrag über Hans Posse hielt - der "Sonderbeauftragte des Führers" wurde am 20. Juni 1939 von Hitler mit dem Aufbau des neuen Linzer Kunstmuseums betraut. Was war da drin?, fragte sich Schwarz, 47, die seit etwas mehr als fünf Jahren in Wien lebt und arbeitet und der damals auch keine vergleichbare Studie über das "Führermuseum" bekannt war. Die kriminellen Aneignungsmethoden der Kunstwerke für das gruselige Museum sind heute im Wesentlichen geklärt, die systematische Bearbeitung der Museumsplanung und des Bestandes dagegen noch unerforschtes Terrain. Zwei Jahre lang tat sich Schwarz in Archiven um, sichtete 19 erhaltene von ehemals 31 Fotoalben, die Hitler in regelmäßigen Abständen überreicht wurden und ihm Rechenschaft über den Stand der Sammeltätigkeit gaben. Rund 900 Kunstwerke hat Schwarz ermittelt, herausgekommen ist nun die Publikation "Hitlers Museum" (Böhlau, 470 S., e 99,-). Wo.P.


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