Raubersg'schichten

Vorwort | GERALD JOHN | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

PENSIONEN Rund 627.000 Menschen unterschrieben das SPÖ-Volksbegehren gegen den "Pensionsraub". Zu Recht? 

Endlich hat Alfred Gusenbauer einmal die Erwartungen übertroffen - zumindest die eigenen: Den zehnten Platz in der ewigen Bestenliste hatte der SPÖ-Chef angepeilt, den neunten Platz erreichte er. Etwa 627.000 Menschen unterschrieben sein Volksbegehren "gegen den Pensionsraub der Bundesregierung". Das ist kein Flop, aber auch kein Riesenerfolg. Immerhin ging es um ein Reizthema. Zum Vergleich: Das Volksbegehren zur Rettung des Sozialstaates vor zwei Jahren schaffte trotz sperrigerem Motto um 90.000 Stimmen mehr. Ohne Parteiapparat im Rücken.

  Die einfachste Erklärung für das laue Ergebnis: Gusenbauer und seine Genossen verschreckten mit ihren Haider-Spielereien Sympathisanten. Klar, dass sich die Medien da lieber auf die Causa prima stürzten. Flirts bei Spargel und Chianti haben eben mehr Glamour als dröge Debatten über Steigerungsbeträge und Durchrechnungszeiträume.

  Aber


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