Sanftes Baggern?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

UMWELT Die Donau soll für die Schifffahrt beim Nationalpark tiefer gelegt werden. Umweltschützer warnen vor einem zweiten Hainburg. 

Die Nase könnte draufzahlen. Nicht nur der seltene Fisch mit dem Riesenmaul ist in Gefahr. Auch dem Flussregenpfeifer und der Silberweide könnte es an den Kragen gehen. Zwei Jahrzehnte nach der Besetzung warnen Umweltschutzorganisationen vor einem neuen Fiasko im Auwald. "Vor zwanzig Jahren haben wir die Hainburger Donauauen gerettet. Heute sehe ich, dass alles kanalisiert werden soll", schimpft eine Hainburg-Veteranin bei einer Pressekonferenz des World Wide Fund for Nature (WWF). Der Grund für die Aufregung: Die Donau, die zwischen Wien und Bratislava an manchen Stellen bei Niedrigwasser nur 2,20 Meter tief ist, soll nach den Plänen des Verkehrsministeriums auf insgesamt 2,90 Meter Tiefe gebaggert werden - und zwar auch dort, wo vor zwanzig Jahren Umweltschützer campierten, um die fast unberührte Au vor den Bauarbeitern zu schützen.

  Die Überlegung


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