PRESSESCHAU

Medien | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

Krone-Leser Robert Schwaiger hatte neulich eine Begegnung der dritten Art. "Gestern Abend läutete das Handy", schreibt der Steyrer seinem Leibblatt entrüstet. "Das wäre an sich nichts Besonderes, wäre da nicht die Art des Anrufes. Da begrüßte mich doch glatt die Stimme von Herrn Josef Broukal (!) und bat mich 45 Sekunden lang, beim Pensionsvolksbegehren zu unterschreiben." Ein Anruf beim SPÖ-Wissenschaftssprecher bringt Licht in die dunkle Causa: Schwaiger wurde akustisches Opfer eines Tonbandaufrufes, den Tausende Oberösterreicher zu hören bekamen. "Ich habe nur meine Stimme zur Verfügung gestellt", entschuldigt sich Broukal, "ich fand nichts Ehrenrühriges an dem Text, deswegen habe ich ihn gesprochen." Broukals Auftraggeber, die SPÖ Oberösterreich, ist stolz auf ihre Kampagne. "Wir haben nur ein Beschwerdemail bekommen", so Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer, hinter dem Krone-Brief vermutet er "eine gezielte Gegenkampagne". Doch manchmal ziehen auch Krone-Leser ihre richtigen Schlüsse. "Bei mir als Unentschlossenem hat der Anruf das Gegenteil bewirkt", schreibt Schwaiger. Er hat nicht unterschrieben.


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