WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 14/04 vom 31.03.2004

Melancholie nächst St. Stephan

Dunkle Regenwolken hingen über dem Stephansdom. Ein eisiger Wind fegte über den Stephansplatz. Punkt 8.30 Uhr setzte Glockengeläut ein.

Die Krone berichtet von der Aufbahrung Kardinal Königs.

Ab und zu wirbelt eine Schneeflocke an der Warteschlange vorbei, ein eisiger Wind weht vom Graben zum Primtor: Es ist 8.45 Uhr, noch ist der Stephansdom gesperrt.

Die Presse kommt 15 Minuten später.

Das Abschiednehmen vom aufgebahrten Kardinal König hat mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant.

Der Standard ist spät dran, spitzt dann aber die Ohren:

"Haben Sie schon gehört? In Niederösterreich ist jetzt auch noch der Kräuterpfarrer Weidinger gestorben. Dabei war der doch erst um die achtzig", sagt eine ältere Frau zu ihrer Nachbarin: auf dem Stephansplatz, an der von Tauben umflatterten Südflanke des Domes, um zehn Uhr vormittags.

Hart oder Haider?

Die Wiener FPÖ hat seit 6. März einen neuen Obmann. Heinz-Christian Strache folgt Hilmar Kabas, der das Lenkrad der Wiener FPÖ an den 34-Jährigen übergab. Wer ist nun dieser neue FPÖ-Wien-Chef? Die einen sagen, Strache, sei ein "junger Haider", die anderen bezeichnen ihn als "Hardliner".

FPÖ-Inserat in der Wiener Bezirkszeitung.

Im Dirndl billiger

Jeder, der heute im Kärntner Anzug oder Dirndl ins Stadion kommt, hat freien Eintritt. Für alle gibt es gratis Verhackertbrote und Gurktaler Schnaps.

Die Kärntner Tageszeitung kennt die Hintergründe für den Sieg des FC Kärnten gegen die Austria.

Letzte Worte

Auf Wiedersehen

Krone-Schlagzeile zum Begräbnis von Kardinal König.


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